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Publikationen

MUSICA SACRA


Rudolf Pohl, Enchiridion Musicae Sacrae, Musica sacra in den Zeugnissen des Glaubens und der Kirche, Softcover, 415 Seiten, Aachen 2010, Einhard-Verlag, Aachen, € 20,-, Bestellung hier.

Die Musica Sacra in den Zeugnissen des Glaubens und der Kirche. I. Die Heilige Schrift, II. Kirchliche Schriftsteller, III. Die Konzilien und Synoden, IV. Die Päpste, V. Kirchliche Dokumente, Appendix: Participatio actuosa, Thematisches Register, Register der Textquellen.


Michael Tunger,  "O CAMISIA PURPURATA" - Die mittelalterlichen liturgischen Gesänge der Aachener Heiligtumsfahrt bei der Weisung der vier großen Heiligtümer und der Verehrung der Reliquien Karls des Großen; Herkunft, Übersetzung und Transkription, Softcover, 102 Seiten, 1 s/w und 1 Farbabbildung, ISBN 978-3-945289-01-3, Aachen 2014, Edition SINFONIA SACRA e.V., € 14,90,  Bestellung hier.

Die Aachener Heiligtumsfahrt, eine der bedeutendsten und größten Wallfahrten der Christenheit neben den Wallfahrten nach Jerusalem, Rom und Santiago di Compostela, zieht seit Jahrhunderten unzählige Pilger an, die in Aachen vor allem die textilen Reliquien aufsuchen, die mit der Menschwerdung Gottes in der Person Jesu Christi und seiner Passion in engstem Zusammenhang stehen. Neben den drei kleinen Heiligtümern sind dies vor allem die vier großen Heiligtümer - Kleid Mariens, Windeln Jesu, Enthauptungstuch Johannes des Täufers und Lendentuch Christi -, die als Zeichen der Nähe Gottes zu den Menschen sowohl in privater Andacht als auch im liturgischen Ritus verehrt werden.

Von der Musik der römisch-katholischen Liturgie, die zur kultischen Feier der Zeigung der vier großen Heiligtümer im mittelalterlichen Aachen gesungen wurde, handelt dieses Buch. Es möchte dazu beitragen, daß diese altehrwürdigen gregorianischen Gesänge mit ihren höchst qualitätvollen Texten in der Muttersprache der römisch-katholischen Kirche - in Latein - auch heute wieder in der liturgischen Praxis der Heiligtumsfahrt erklingen können.


Johannes Laas, Das geistliche Chorwerk Max Baumanns, Kirchenmusik im Spannungsfeld des Zweiten Vatikanischen Konzils, 1. Aufl. 2013, ca. 320 Seiten, kart., ISBN: 978-3-506-77720-1,  € 49,90

Das Zweite Vatikanische Konzil und die Folgen für die Kirchenmusik. Max Baumann (1917-1999) war einer der profiliertesten katholischen Kirchenmusikkomponisten seiner Zeit. Am Lebensweg des Konvertiten und seinem Schaffen wird die Auswirkung des Konzils auf die traditionelle Musica sacra deutlich. Welche biographischen und musikalischen Voraussetzungen bestimmten Baumanns ästhetische und religiöse Haltung? Welche theologische Aussage steht hinter dem geistlichen Chorschaffen? Was sind Bedingungen und Arbeitsfelder des katholischen Kirchenmusikkomponisten nach den liturgischen Reformen des Zweiten Vatikanums? Im Zentrum dieser Fragen stehen Baumanns Rezeption des Konzils und seine ablehnende Reaktion darauf. Sie werfen ein eigenes Licht auf das nunmehr 50 Jahre zurückliegende Ereignis.


CHRISTUS IN ECCLESIA CANTAT, VIII Conventus Internationalis Musicae Sacrae Romae, Anno Musicae Europaeo 1985, Edidit Joannes Overath, Roma 1986 (Consociatio Internationalis Musicae Sacrae (CIMS) Roma, Piazza S. Agostino 20/A; Via di Torre Rossa 21), 354 Seiten, zahlreiche Farb- und S/W-Photos.

Aus dem Inhalt: 1) VIII.Internationaler Kongreß für Kirchenmusik im Europäischen Jahr der Musik vom 16. bis 22. November 1985 in Rom, 2) Joseph Cardinal Ratzinger: Liturgie und Musica sacra, 3) Dom Jean Prou, Abate di Solesmes: Gregorianischer Choral und die Heiligung der Gläubigen, 4) Prof. Dr. Josef Kuckertz, Freie Universiät Berlin: Der singende Mensch, 5) P.Prof. Dr. Bonifacio Baroffio, Pontificio Istituto di Musica Sacra, Roma: Der Gemeindegesang im gregorianischen Repertoire, 6) Dr. Gabriel M. Steinschulte, Pontificio Istituto die Musica Sacra, Roma: Zum Problem der Choralausgaben für den Volksgesang, 7) Prof. Dr. Theodore Marier, Direttore del "Center for Ward Studies" presso l'Università cattolica d'America, Washington/D.C.: Gregorian Chant Pedagogy in the Ward Method, 8) Dr. Antonio A. Bispo: Musikethnologische Studien, 9) Prof. Dr. Robert A. Skeris: Hymnologische Projekte, 10) Ansprache des Hl. Vaters, Papst Johannes Paul II. u.v.m.


MUSICA SPIRITUS SANCTI NUMINE SACRA, Beiträge zur Theologie der Musica Sacra aus den Publikationen der "Consociatio Internationalis Musicae Sacrae", Romae, herausgegeben von Gabriel Maria Steinschulte, Libreria Editrice Vaticana, Città del Vaticano 2001, 157 Seiten, 3 Farbphotos, ISBN 88-209-7220-4

Eminentissimo et Reverendissimo Domino Leoni S.R.E. Cardinali Scheffczyk, Doctori Sacrae Theologiae, Professori Universitatis Monacensis, Ordinario emerito, Octogenario, a Sua Sanctitate PP.Ioanne Paulo II in consistorio die XXI M. Februarii MMI cooptatus est in S.R.E. Cardinalium Collegium, Laeto memorique animo gratulantes Consociatio Internationalis Musicae Sacrae Romae - Collegae Discipuli Amici.

Aus dem Inhalt: 1) Leo Scheffczyk: 'Musica sacra' unter dem Anhauch des Geistes, Inhalt und Anspruch des Mysteriums der Liturgie, 2) Leo Scheffczyk: Lex Orandi - Lex Credendi, Die Liturgie als Norm des Glaubens, 3) Johannes Overath: Anmerkungen zur Theologie der Musica Sacra u.v.m.


Musica Sacra und Liturgiereform nach dem II. Vatikanischen Konzil: V. Internationaler Kongreß für Kirchenmusik vom 21. bis 28. August 1966 in Chicago-Milwaukee (USA). Hrsg. von Johannes Overath. Regensburg: Pustet, 1968; engl. Ausgabe: Saint Paul, Min., 1969.

Aus dem Inhalt: 1) Bischof Dr. Rudolf Graber - Regensburg: Religion und Kunst 2) Dr. John Hennig - Basel: Liturgie und Kunst 3) Univ. Prof. Dr. Kar! Gustav FeIlerer - Köln: Liturgie und Tonkunst 3) Univ. Prof. Dr. C.E. O'Neill O. P. - Fribourg: Der theologische Sinn der "actuosa participatio" in der Liturgie 4) Erzbischof D.M. Miranda y Gómez - Mexico City: Die Funktion der Musica sacra und die "actuosa participatio" 5) Dr. Gottfried Göller, Musikwissenschaftliches Institut - Köln: Die Struktur der Missa cantata in der römischen Liturgie, Geschichtliche Aspekte: Mons. Prof. Dr. H. Angles - Rom 6) Univ. Prof. Dr. Eric Werner - New York: Zum Problem 'Liturgischer Volksgesang und Kunstgesang' 7) Prof. Jos. Lennards - Roermond: Möglichkeiten und Grenzen des Volksgesanges in der Praxis 8) Abt Dr. Urbanus Bomm OSB - Maria Laach: Gregorianischer Choral und liturgischer Gesang in der Volks­sprache

Zum Download der englischen Version des Buches hier (PDF).


Michael Tunger (Hg.) - Musica Sacra - Klingende Liturgie, Die katholische Kirchenmusik im Lichte des Motu Proprio Summorum Pontificum Papst Benedikts XVI. Mit Beiträgen von Martin Reinecke, Guido Rodheudt, Gabriel M. Steinschulte und Michael Tunger, 70 Seiten, 3 Abbildungen, ISBN 3-8107-0048-7, € 9,95. Bestellungen hier.

Aus dem Inhalt: Ansprache zur Eröffnung der SINFONIA SACRA-Jahrestagung 2008 in Augsburg; Zur Situation der katholischen Kirchenmusik im Lichte des Motu Proprio "Summorum Pontificum"; Musica Sacra - Klingende Liturgie; Orte der Musica Sacra in der Liturgie.


MUSICA SACRA - MUSICA AETERNA, Wesen, Sinn und Würde der liturgischen Musik, Hrsg. Michael Tunger. Die Publikation behandelt in verschiedenen Beiträgen die Frage nach dem Wesen, dem Sinn und der Würde der liturgischen Musik. Mit Beiträgen von Guido Rodheudt, Rudolf Graber, Alfred Koerppen, Josef Friedrich Doppelbauer und Michael Tunger, Edition "Kirchliche Umschau" 2003, 237 Seiten.

Aus dem Inhalt: Über die kulturstiftende Wirkung der Heiligen Messe - Sinn und Würde der liturgischen Musik - Der Gottessohn als Musiker und Heilsinstrument - Die Wirkung der Kirchenmusik auf die abendländische Musikgeschichte - Zum Verhältnis von Religion und musikalischem Schöpfertum - Skizzen zum Kirchenlied im Wandel der Zeit - Säkularisierung und Restauration der katholischen Kirchenmusik in Geschichte und Gegenwart


László Dobszay (Budapest), THE BUGNINI-LITURGY AND THE REFORM OF THE REFORM, Publications of the "Catholic Church Music Associates" Vol. 5, Front Royal VA 2003, Brosch., 217 Seiten.

Das Buch, das mit seiner freundlichen Genehmigung S.Eminenz Joseph Cardinal Ratzinger gewidmet ist, prüft unter genauen liturgischen Aspekten die nachkonziliaren liturgischen Veränderungen und kommt so zu dem Schluß. daß die nun eingesetzte Reform gegen den Willen des Konzils ist. Weil die neue Liturgie nicht eine organische Entwicklung und keine notwendige Reform des römischen Ritus ist, sondern eine eigenwillige Erneuerung, bezeichnet der Autor den Novus Ordo als "Bugnini-Liturgie". Seine Analysen betreffen die Liturgie der Heiligen Woche, das Offizium, die Meßgesänge, das Perikopensystem und den kirchlichen Kalender. Eine Untersuchung der "tridentinischen" Bewegungen und die Beschreibung des Zustandes der heutigen Musica sacra ("Spaltung zwischen hoher und niederer Kirchenmusik") vervollständigen das Buch. Der Autor verfolgt mit seiner sorgfältigen Arbeit nicht eine Rückkehr zum Missale von 1962, das er voll und ganz anerkennt, sondern eine Überbrückung des tragischen Traditionsbruches in der römischen Liturgie, um eine bisher unterschlagene echte Reform vorzubereiten.

Englischsprachige Information zu diesem Buch hier.
Zum Download des Buches hier (PDF).


Robert A. Skeris (ed.), CUM ANGELIS CANERE, Essays on sacred music and pastoral liturgy in honour of Richard J. Schuler. (Saint Paul 1990) 416 pages, $ 20,- 

Nineteen essays including "Some Reflections on 'Contemporary' Hymns" (Mary O. Hubley) and a documentary appendix containing six articles by R. J. Schuler, among them "A Chronicle of the Reform" (pages 349/416), a gold mine of relevant historical facts.

Robert A. Skeris (ed. & tr.), CRUX ET CITHARA, Selected essays on liturgy and sacred music translated and edited on the occasion of the seventieth birthday of Johannes Overath. (Altoetting 1983). 290 pages, $ 30,-. Thirty articles by theologians, canonists, composers and church musicians; includes an English translation of the reports read out to the Fathers of Vatican II before they voted upon key texts of Chapter Six in the Liturgy Constitution Sacrosanctum Concilium (pages 169/83). Temporarily out of print.

Zum Download des Buches hier (PDF).


Eric Rice, Music and Ritual at Charlemagne’s Marienkirche zu Aachen, Kassel 2009 ( = Beiträge zur Rheinischen Musikgeschichte, Bd. 174, hrsg, von der Arbeitsgemeinschaft für rheinische Musikgeschichte), Hardcover, 432 Seiten, zahlreiche s/w-Abbildungen und Notenbeispiele, ISBN 978-3-87537-322-6, € 69,-


Die ebenso faszinierende wie gründliche Studie von Prof. Dr. Eric Rice, Direktor des Collegium musicum der Musikabteilung der Universität von Connecticut / USA und durch verwandtschaftliche Beziehungen mit Aachen verbunden, zeigt auf höchst interessante Weise die Wechselwirkung von mittelalterlicher Politik, Architektur und liturgischer Musik am Beispiel der von Karl dem Großen (748-814) errichteten Aachener Pfalzkapelle auf, die der heiligen Gottesmutter geweiht und heute die Kathedrale des Bistums Aachen ist. Rice betrachtet in dieser Hinsicht die Zeit von 800 bis 1600, jene Periode also, in der die Marienkirche Pfalzkapelle Karls des Großen, Stiftskirche, Krönungskirche der deutschen Könige und im Rahmen der seit 1349 alle sieben Jahre stattfindenden Aachener Heiligtumsfahrt bedeutende europäische Pilgerkirche neben Rom, Jerusalem und Santiago di Compostela war. Rice beleuchtet in dieser Publikation besonders den wesentlichen Zusammenhang von Bauwerk, Liturgie und Musica Sacra und gibt einen Blick über das in Aachen entstandene gregorianische Repertoire (u.a. Reimoffizien), die Polyphonie am Ende des 15. Jahrhunderts (u. a. von Thomas Tzamen (ca. 1460-1517), genannt Aquanus), den Aachener Krönungsritus, die Musik der Aachener Heiligtumsfahrten und die franko-flämische Polyphonie, vor allem vertreten durch die Aachener Stiftskapellmeister Lambertus de Monte, Michaelus Guilelmus (genannt Josel) und Johannes Mangon (gest. ca. 1578), dessen liturgische Kompositionen in drei großen Folianten kodifiziert sind. Rice’s Buch verdient es, ins Deutsche übersetzt zu werden, um es einer breiteren deutschsprachigen Leserschaft zugänglich zu machen. Seine Erkenntnisse über die katholische Liturgie jener Zeit ist nämlich richtungsweisend für die Liturgie der Gegenwart.


Michael Tunger, Klingende Kathedrale, Domkapellmeister Theodor Bernhard Rehmann 1895-1963, Leben und Werk, Dokumentation, Aachen 2005, 920 Seiten, 80 Abbildungen, ISBN 3-86130-754-5, € 35,-, Bestellung
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In der Nacht vom 3. zum 4. Oktober 1963 starb plötzlich und unerwartet eine der bedeutendsten Persönlichkeiten des Aachener Kirchen- und Kulturlebens des 20. Jahrhunderts: Theodor Bernhard Rehmann, der als Domkapellmeister an der Kathedrale zu Aachen von 1925 bis 1963 die Musikgeschichte der Stadt Aachen und ihre Beziehung zum flämischen Raum in bedeutender Weise geprägt hat. Als Leiter des Aachener Domchores, der "Cappella Carolina", ließ er den Dom zur "Klingenden Kathedrale" werden. Erstaunlicherweise erfolgte nach dem Tod dieses ungeheuer dynamischen, von künstlerisch-religiösem Sendungsbewußtsein zutiefst durchdrungenen Priestermusikers über vierzig Jahre lang keine umfangreichere publizistische Ehrung seiner Person und seines Werkes. Die vorliegende Dokumentation will diese Lücke schließen.

Weitere Informationen: www.cappella-carolina.de


Michael Tunger, Stiftskapellmeister Franz Nekes (1844-1914), "Der Aachener Meister heiliger Tonkunst" - Leben und Werk -, Aachen 2007, 282 Seiten, ca. 50 Abbildungen, ISBN 3-8107-9260-8, € 14,80.
Bestellung hier.

Franz Nekes (1844-1914) wirkte von 1871 bis 1887 als Priester an St. Christophorus zu Gerderath und brachte gleichzeitig das kirchenmusikalische Leben im Erkelenzer Land zu prachtvoller Blüte. Von 1891 bis 1912 leitete er als Stiftskapellmeister des Liebfrauenmünsters zu Aachen den Aachener Domchor. Franz Nekes prägte bis weit in das 20. Jahrhundert als Dozent an der Aachener Kirchenmusikschule „Gregoriushaus“ viele Kirchenmusiker, als Chorleiter und Komponist die Aachener Dommusik und darüber hinaus die Kirchenmusik in ganz Aachen. Er hat uns aus tiefem Glauben entstandene Kompositionen von zeitloser liturgischer Gültigkeit hinterlassen, die im ganzen deutschen Sprachraum hohes Ansehen genossen. Franz Nekes verschrieb sein Leben aus tiefer Gläubigkeit heraus der Musica sacra und im besonderen der kirchenmusikalischen Erneuerungsbewegung des letzten Viertels des 19. Jahrhunderts, um der kirchlichen Tonkunst wieder den ihr gebührenden liturgischen und pastoralen Platz in der katholischen Kirche zuzuweisen.

Weitere Informationen: www.cappella-carolina.de

Weitere Publikationen als PDF-Dateien hier.


LITURGIE


Michael Fiedrowicz, Die überlieferte Messe, Geschichte, Gestalt und Theologie des klassischen römischen Ritus, Carthusianus Verlag, Mülheim / Mosel 2011, 312 Seiten, ISBN 978-3-941862-08-1, € 36,90


Dieses einfühlsame Buch des bedeutenden Gelehrten der Trierer Theologischen Fakultät widmet sich dem vertiefenden Verständnis der traditionellen lateinischen Meßliturgie, die bis zur Liturgiereform im Gefolge des Zweiten Vatikanischen Konzils das Leben der Kirche tiefgreifend prägte. Der Ansatz dieses Buches beschränkt sich nicht auf den heute üblichen historizistischen Horizont der Liturgiewissenschaft, sondern weitet den Blick auf die tieferen, keineswegs immer leicht zu erfassenden theologischen Aspekte der traditionellen, über Jahrhunderte gewachsenen Liturgie. Dieses Buch will das tiefere Verständnis für diesen "wertvollen Schatz, den es zu bewahren gilt" (Papst Benedikt XVI., Motu proprio 'Summorum Pontificum' Art. 1) einem breiteren Publikum eröffnen.


Martin Mosebach, Haeresie der Formlosigkeit. Die römische Liturgie und ihr Feind, Karolinger Verlag, Wien/Leipzig, 3., erw. Aufl. 2003, 171 Seiten, ISBN 3-85418-102-7, € 15,-


Zu den unbesiegbaren Legenden des vergangenen Jahrhunderts gehört die Behauptung, das Zweite Vatikanische Konzil habe die überlieferte römische Liturgie abgeschafft. Dabei kann sich der in der Geschichte einzigartige liturgische Traditionsbruch der nachkonziliaren Ära auf das Konzil eben gerade nicht berufen. Dort war nur eine "behutsame Durchsicht" der liturgischen Bücher gefordert worden, keineswegs aber der tatsächlich praktizierte Übergang von "einer gewachsenen zu einer gemachten Liturgie" (Kardinal Ratzinger). Martin Mosebach hat der untergegangen römischen Liturgie und der von Papst Paul VI. in einem autokratischen Akt gegen den Rat vieler Bischöfe geschaffenen neuen Liturgie eine Reihe von Betrachtungen gewidmet, die er zum Teil auch als Reden gehalten hat. Seine Verteidigung der römischen Liturgie nach der "Reform" lebt aus der Einsicht der Irreversibilität historischer Prozesse, aber auch aus der unvernünftigen Hoffnung, das letzte Wort über den alten Ritus sei noch nicht gesprochen.


Uwe Michael Lang, Conversi ad Dominum, Zu Geschichte und Theologie der christlichen Gebetsrichtung, mit einem Geleitwort von Joseph Cardinal Ratzinger (3/2005), 156 Seiten, kartoniert, Neue Kriterien 5, ISBN 3-89411-384-7, € 13,50


Das hier vorliegende kleine Buch des in England lebenden Oratorianers Uwe M. Lang untersucht die Frage nach der Gebetsrichtung der Liturgie historisch, theologisch und pastoral. Es nimmt damit in einem – wie mir scheint – günstigen Augenblick eine Debatte wieder auf, die dem äußeren Anschein zuwider auch nach dem Konzil nie verstummt war. Ohne den Anspruch, große neue Einsichten zu bringen, stellt es sorgsam die Forschungsergebnisse der letzten Jahrzehnte heraus und bietet so die für ein sachliches Urteil nötigen Einsichten... Auf dieser Basis werden die theologischen Antworten entwickelt, die sich aus der inneren Richtung des historischen Befunds ergeben. Ich hoffe, daß dieses Buch eines jungen Gelehrten eine Hilfe werden kann für das in jeder Generation nötige Ringen um das rechte Verstehen und um das würdige Feiern der heutigen Liturgie. Ich wünsche dem Werk daher viele und aufmerksame Leser.  Joseph Cardinal Ratzinger


Heinz-Lothar Barth, Die Mär vom antiken Kanon des Hippolytos, Untersuchungen zur Liturgiereform, Editiones Una Voce, Köln 1999, 266 Seiten, 2 Farbphotos, ISBN 3-926377-21-6, ca. € 20,-


Inhaltsverzeichnis:

Vorbemerkungen
Geleitwort von Walter Hoeres
Einleitung

Teil I: Der Geist der Liturgiereform
Liturgischer Archäologismus
Die Aversion gegen den Römischen Kanon
Der Zeitgeist in der Liturgiereform

Teil II: Vergleich Kanon des Hippolyt - Modemes II. Hochgebet
Manipulationen am Hippolytos- Kanon: Ein Tabuthema der Theologen
Original und Fälschung: Der wahre "Kanon des Hippolytos"
Der wahre Glaube ist nicht mehr heilsnotwendig
Teufel und Hölle sind nicht mehr zeitgemäß
Das zweite Hochgebet und die Zerstörung des Opfers
Die Wahrheit ist inopportun geworden
Die Darbringung durch die Hand des Priesters
Die Heilige Messe: Opfer von Anfang an
Der Opferaltar im Hebräerbrief
Argumente für die Frühdatierung des Hebräerbriefes
Der Opferaltar bei Ignatius
Der Protestantismus als Quelle der Liturgiereform
Die Zerstörung des Offertoriums
Die lateinische Fassung des NOM: Nur auf dem Papier existent
Zweideutige Reste katholischer Opferlehre im NOM
Das Offerimus in den Gabengebeten
Das Offerimus im II. Hochgebet
Die Stellung des Priesters im II. Hochgebet
Das Mitopfern der Laien in der Messe
Der Einschub "pro quibus tibi offerrimus" im Römischen Kanon
Kein Meßopfer ohne Weihepriestertum
Der Priester als "Liturge"
Abschwächung des Weihepriestertums schon in der lateinischen Fassung des II. Hochgebetes

Teil III: Allgemeine Gedanken zur Liturgiereform
Kurze Geschichte des liturgischen Kahlschlags
Die Verurteilung der anglikanischen Neuerungen als Präzedenzfall für die Beurteilung des NOM
Authentische Stimmen zur Zerstörung der Messe
Das Werk der Zerstörung wird fortgesetzt
Zurück zur überlieferten lateinischen Messe

Exkurs I (zu Anm. 51): Hippolytos und die "Traditio apostolica"
Exkurs II (zu Anm. 137): Die Malachiasprophezeitmg (Mal 1,10-12)
Exkurs III (zu Anm. 178): Der Tisch des Herrn
Exkurs IV (zu Anm. 341): Der Gabenzug in der römischen Liturgie
Exkurs V (zu Anm. 345): Die Datierung des Clemensbriefes

Nachträge
1) Die "Demokratisierung" des Kirchenbaus als Folge der "Demokratisierung" des Priestertums
2) Neueste Zeugnisse für die Protestantisierung der Liturgie Gegenüberstellung: Traditio apostolica des Hippolyt und II. Kanon

Literaturverzeichnis
Indices
Index der Bibel- und Kirchenväterstellen Index der Namen
Wort- und Sachindex


THEOLOGIE


Paul Hacker, Das Ich im Glauben bei Martin Luther, Der Ursprung der anthropozentrischen Religion, nova&vetera, 357 Seiten, Hardcover, ISBN 3-936741-10-7, € 24,50

Schon bald nach dem Erscheinen 1966 wurde das Buch des bedeutenden Indologen und Konvertiten Paul Hacker vom Markt genommen. Es war zu brisant und paßte nicht mehr zum neuen Geist der "Ökumene“. Paul Hackers Eintreten für die überlieferte Messe machten den in seinem Fachbereich führenden Wissenschaftler für die "zünftige Theologie" zur Unperson. Jahrzehntelang hat man versucht, das Buch zu verschweigen – umsonst. Es ist wieder da und öffnet die Augen für den Ursprung der "anthropozentrischen Religion" unserer Tage, die auch in einer menschenzentrierten Liturgie zum Ausdruck kommt. Nach wie vor eines der bedeutendsten Werke zu Martin Luther. Nicht zuletzt Kardinal Ratzinger schrieb 1997 zu Hackers Luther-Buch: "In der Genauigkeit seiner Textanalysen ist er bis zuletzt unübertroffen geblieben. ..., sein Werk wird heute kaum beachtet, wird aber - davon bin ich überzeugt - eines Tages wieder entdeckt werden und noch vieles zu sagen haben.“ ("Aus meinem Leben“).


KIRCHENGESCHICHTE

Thomas E. Woods jr., STERNSTUNDEN STATT DUNKLES MITTELALTER, Die katholische Kirche und der Aufbau der abendländischen Zivilisation, MM- Verlag, Aachen 2006, 305 Seiten, ISBN 3-928272-72-1, € 22,-

Die katholische Kirche und der Aufbau der abendländischen Zivilisation

– Kreuzzüge und Hexenverbrennung, Galilei und Zensur – dieses und manches andere verbinden viele Menschen mit dem Namen „Katholische Kirche“. Dabei steht die Kirche vor allem für eines: für „Zivilisation“.

Die abendländische Zivilisation hat uns das Wunder der modernen Wissenschaft, die Sicherheit der Gesetzesordnung, die einzigartigen Menschenrechte und die Freiheit, herausragende Werke der Kunst, Kultur und Musik, eine auf der Vernunft beruhende Philosophie und unzählige andere Errungenschaften geschenkt, die für uns heute ganz selbstverständliche Bestandteile unserer Kulturgeschichte sind. Der Bestsellerautor Prof. Thomas E. Woods möchte den zahllosen Klischees vom „dunklen Mittelalter“ ein Buch entgegensetzen, das das Positive in der Kirchengeschichte aufzeigt. Und davon gibt es reichlich! Woods’ Analyse geht dabei weit über die vertraute Schilderung von Mönchen, die Texte abschrieben und auf diese Weise das Wissen der klassischen Antike bewahrten, hinaus.

In STERNSTUNDEN STATT DUNKLES MITTELALTER werden Sie erfahren: – Wie die moderne Wissenschaft in der Kirche entstanden ist – Wie die Kirche die Universität erfunden hat – Was die Kirche für die abendländische Architektur und Kunst geleistet hat – Wie katholische Priester die Idee der freien Marktwirtschaft entwickelt haben – Warum das, was Sie über die „Affäre Galilei“ wissen, falsch ist – Wie die westliche Gesetzgebung aus dem kanonischen Recht entstanden ist – Wie die Kirche die abendländische Moral geprägt und ihr Gebot der Nächstenliebe die Welt verändert hat